Recap: Euroschnack – Exit after the election?

a51b3c44c078d5e2df3f518a6be97395Great Britain auf der Couch! Wir haben uns heute ein wenig in Ferndiagnose geübt und versucht, die innere Zerissenheit der Briten besser zu verstehen und die Beweggründe ihrer Wahlentscheidung bei der Unterhauswahl vom 7. Mai zu analysieren. Unsere buntgemischte Runde konnte über viele persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse aus Großbritannien berichten, aber auch viel politisches Hintergrundwissen beitragen. Außerdem bereitete uns der mögliche EU-Austritt der Briten Kopfzerbrechen, mit all seinen Konsequenzen für den schottischen Nationalismus, den Nordirlandkonflikt, die Einheit Großbritanniens und natürlich auch für die übrigen EU-Mitgliedsstaaten. Unser Fazit: Niemand kann aktuell wohl wirklich abschätzen, welche Dynamiken ein Brexit in Gang setzen würde. Sicher ist nur, er würde nicht nur die Insel, sondern auch den Kontinent erschüttern!

Moving Europe – Junger Filmabend mit Snack und Talk

Zur Europawoche 2015 haben die Jugendorganisationen der Parteien, AEGEE und die JEF mit Untersützung von Creative Europe im Metropolis Kino einen europäischen Filmabend organisert. . Los ging es mit drei Kurzfilmen zu Immigration und Integration, anschließend  gab es bei Getränken und Snacks Gelegenheit zu Austausch und Diskussion. Als Hauptfilm lief die französische Komödie “Heute bin ich Samba (2014)”. Wobei, vielleicht ist es eher ein Sozialdrama, wenn die Geschichte des senegalesischen Flüchtlings Samba erzählt wird, der nach seiner nicht ganz legalen Einreise vor 10 Jahren trotz Job und fester Wohnung täglich um seinen Aufenthalt bangt.

Wer es verpasst hat:
Einen der drei Kurzfilme kann man auf Youtube nachschauen:


Quar trakt od MONDAR sed GERMAS? – Was denkt die Welt über die Deutschen?: Syldavien 2011, 3 Min., Regie: Sebastian Linke

Griechenland nach dem Regierungswechsel

Euroschnack GriechenlandUm Korruption, Kostas Karamanlis und die Krise in Griechenland ging es bei unserem letzten Euroschnack am 22. April mit Prof. Ulrich Moennig! Warum die Griechen den Euro lieben und der EU misstrauen, was Herr Varoufakis von einem föderalen Europa hält, und wie sich die Deutsch-Griechischen Beziehungen entwickelt haben – über all das haben wir in unerwartet großer Runde diskutiert. Sogar ein Umzug an größere Tische war nötig – bestimmt nicht unser letzter Schnack zum Thema!

Europaakademie 2015: Cafe Babel – Grenzen einer europäischen Öffentlichkeit?

 

Katarzyna Piasecka stellte uns das Onlinemagazin Cafe Babel vor.

Reden wir in Europa miteinander, übereinander – oder bloß aneinander vorbei? Über die Chancen und Probleme einer “echten” europäischen Öffentlichkeit haben wir gemeinsam mit Katarzyna Piasecka vom Web-Magazin “Cafe Babel” diskutiert.
Das Online-Magazin wurde 2001 von Erasmusstudenten in Paris gegründet und berichtet seither mit über 20 “LocalTeams” aus verschiedenen europäischen Ländern über Themen, die alle Europäer interessieren! Zum Beispiel eine Reportage über Moldaus erstes Ökodorf, eine Stück über Flüchtlingspolitik, den britischen Wahlkampf oder ein Essay über französische Skateparks… In der Pariser Chefredaktion laufen alle Beiträge zusammen, werden gesichtet, diskutiert und editiert. In Absprache mit den LocalTeams werden dann die besten Artikel ausgewählt und in insgesamt 6 Sprachen übersetzt, darunter auch Deutsch, Polnisch und Italienisch. Auf diese Weise können Leser aus ganz Europa dieselben Geschichten lesen – entweder in ihrer eigenen oder einer ihnen vertrauten Sprache! 320 000 meist junge Leser besuchen die Website jeden Monat, Tendenz steigend!

Aber das tägliche Vermitteln zwischen so vielen nationalen Perspektiven ist auch eine große Herausforderung, erzählte Katarzyna. Erst beim Übersetzen fällt oft auf, wie stark die jeweilige Wahrnehmung eines Textes von den Debatten unserer eigenen, nationalen Medienöffentlichkeit geprägt ist. So kann es etwa sein, dass ein Thema in Frankreich bereits hoch und runter diskutiert wurde, in Deutschland hingegen noch nie zur Debatte stand. Auch bei sensiblen Angelegenheiten wie z.B. dem Holocaust, Religion oder Homosexualität kann das Empfinden verschiedener Länder stark auseinander klaffen. Ein Gedanke etwa, der in einem Land bloß die Feinjustierung eines gesellschaftlichen Konsens bedeutet, kann in einem anderen Land einer scharfen Provokation gleichkommen und extreme Emotionen auslösen. Oftmals stelle sich der Redaktion deshalb auch die Frage, inwiefern manchen Artikeln kleine Erklärungen zur besseren Einordnung in den Kontext beigefügt werden sollten. Journalismus in diesem “kulturellen Minenfeld” ist daher keine immer leichte Aufgabe für Cafe Babel, und erfordert oft viel Fingerspitzengefühl und Kompetenz der Autoren wie der Übersetzer. Umso mehr waren wir beeindruckt von der offensichtlichen Zielstrebigkeit Katarzynas und ihres Teams, die europäischen Teilöffentlichkeiten durch ihre Arbeit einander jeden Tag ein Stückchen näher zu bringen. Alles in allem ein sehr erhellender und motivierender Austausch, der uns viel Mut gemacht hat, unser gemeinsames Ziel einer tieferen europäische Verständigung weiter zu verfolgen!

Wie einheitliche soll eine europäische Öffentlichkeit berichten?

Wie einheitliche soll eine europäische Öffentlichkeit berichten?

Workshop: Esperanto – viel mehr als eine Sprache

Esperanto Logo (Quelle: commons.wikimedia.org)

Esperanto Logo (Quelle: commons.wikimedia.org)

“Unuiĝintaj en diverseco” – Dieser Satz mag einem seltsam bekannt vorkommen. Und das, ohne jemals eine Vokabel der Sprache gelernt zu haben, in die das Europa-Motto “Einheit in Vielfalt” hier übersetzt worden ist. Es ist die Plansprache Esperanto, mit der wir uns am 29. März näher beschäftigen durften.

Gemeinsam mit Esperanto Hamburg e.V. organisierten wir am Sonntagnachmittag einen Schnupperkurs für alle, die Esperanto ein wenig näher kennenlernen wollten. Überraschend war, wie intuitiv vor allem das Verstehen unbekannter Texte und Worte abläuft. Dies ist nicht nur der bestechenden Logik der Sprache zu verdanken, sondern auch der Tatsache, dass Esperanto auf dem Fundament vieler europäischer Sprachen entwickelt worden ist.

Unser Einblick ins Esperanto war nicht nur interessant, sondern auch erkenntnisreich. Es handelt sich um eine Sprache, die Grenzen überwinden, Gemeinschaft schaffen und dabei Vielfalt erhalten möchte. Dies ist auch Kerngedanke und Grundidee von uns, den Jungen Europäischen Föderalisten. Von dem Potenzial dieser Sprache, was die einfache und erfolgreiche Kommunikation über Barrieren hinweg angeht, konnten wir uns gestern allemal überzeugen.

Für die Zukunft planen wir einen erneuten Schnupperkurs. Weitere Informationen zum Verein Esperanto Hamburg e.V. findet ihr hier.

Spätes Neujahrsfrühstück

NeujahrsfrühstückAm 21.02. haben wir zum Neujahrsfrühstück ins Café Panther geladen und uns über zahlreiche neue und alte Gesichter gefreut! Bei leckerem Essen haben wir unsere Pläne für das nicht mehr ganz so neue Jahr 2015 vorgestellt. Die Zeit rennt ja doch immer schneller als man denkt und bald ist schon unsere Akademie auf Gut Siggen zum Thema Grenzen in Europa. Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Außerdem findet natürlich immer am zweiten Mittwoch im Monat der Euroschnack um 19 Uhr im Café Panther statt und wir möchten euch bald zu einem europäischen Kochabend einladen. Weitere Termine:
29.03.: Esperanto Schnupperkurs
06.05.: Campus Europa