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Robert Menasse und der JEF-Buchclub

Sehr geehrte Damen und Herren!

Unlängst hatte ich es gelesen. Und ehe ich mich versah, lief ich durch ein törichtes Gewitter, das im Wettstreit stand zu der zweitgrößten Großstadt in Deutschland, um mich alsbald zu erwischen, wie ich wieder ins Fettnäpfchen sprang und meine eigenen Ideale und Ideen durch meinen, und zu Weilen Ihren, alltäglichen Sprachgebrauch ertränkt wurden. Denn müsste und könnte es dann nicht heißen: die achtgrößte Stadt der Europäischen Union? Oder wer sich nicht mit dem achten Platz zu frieden geben mag – die größte Stadt Europas, die nicht Hauptstadt eines EU-Mitgliedstaates ist? Ist „Nation“ als Heimat nicht Fiktion, wenn das Zuhause in Regionen liegt?

So klang ich also mit verschluckter Tablette. Möchten Sie auch so eine? Die Tablette ist Pink, in allen Fachgeschäften erhältlich und hergestellt von Robert Menasse. Sie trägt den Namen „Heimat ist die schönste Utopie-Reden (wir) über Europa“ und sieht zudem aus wie ein Buch. Die Inhaltsstoffe sind verpackt in Form von 13 Reden, die dem Titelnamen unterschiedliche Wirkungsweisen vergeben.
Im gestrigen Buchclub haben wir Sie genauer unter die Lupe genommen und sind zu dem Schluss gekommen, dass Sie äußerst bekömmlich ist/war.
Stilistisch und inhaltlich klar formuliert lieferte sie uns neue Denkanstöße. Und wir sahen erneut, wie scheinbar kleinkariert uns die Visionen der heutigen Politik vorkommen. Erschreckend?

„Wann wären Sie bereit für die Heimat zu sterben?
Um sie zu verteidigen? Sind sie sicher? Definieren Sie den Begriff „Feinde der Heimat“.
Tragen diese, nach ihrer Form, auf jeden Fall eine Soldatenuniform?
Würden Sie Ihr Leben einsetzen, damit die Heimat so bleibt, wie sie ist?
Oder würden Sie Ihr Leben einsetzen, um sie zum Besseren zu verändern?
Wenn ja: Wenn Ihnen ihre Heimat nicht gut genug ist, warum empfinden Sie sie als Heimat?
Warum würden Sie lieber für Ihre Heimat sterben, als sie zu verlassen?
Worin besteht die Verbesserung, wenn Sie dafür sterben müssten?
In der pathetischen Intensität des Lebens vor dem Tod?“ (Auszug aus Robert Menasses „Heimat ist die schönste Utopie“ Seite 88/89)

Lust bekommen? Dann schau mal hier: http://www.suhrkamp.de/buecher/heimat_ist_die_schoenste_utopie-robert_menasse_12689.html
und komm doch einfach zu unserem nächsten Buchclub-Treffen vorbei.

Spätestens nach der gestrigen Diskussion und der persönlichen Nachuntersuchung unseres Herzens auf die pinke Tablette sind wir für uns zu dem Schluss gekommen, dass wir der Idee eines ‚Europa der Regionen‘ mehr Sinnvolles abverlangen können, als so einer unlängst denken mag.

Wir freuen uns schon aufs nächste Buchclub-Treffen!

Euer JEF-Hamburg-Buchclub-Team

FINANZ + SOZIALPOLITIK Diskussionsrunde/Euroschnack

Du interessierst dich für Europa und Politik?! Aber du bist dir noch nicht sicher wen du zur Bundestagswahl wählen sollst?!

Dann bist du bei uns genau richtig. Wir, als Hochschulgruppe der Jungen Europäischen Föderalisten, möchten dir zusammen mit den Vertretern der Jugendparteien die einzelnen Positionen und Visionen des Diskurses näherbringen.
An drei Terminen werden wir unterschiedliche Politikfelder mit besonderen Gästen, zum Beispiel einem Vertreter der Bundesbank diskutieren.

Wir freuen uns auf dich und eine angeregte Debatte!

Wann? 9. August, 19.00 Uhr

Wo? ESA West 221, Uni Campus

Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel West
20146 Hamburg

zu erreichen mit S und Bus ab Bf. Dammtor
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weitere Termine:

-Verteidigungs- und Außenpolitik 30. August, 19.00 Uhr 
-Migration in und nach Europa 6. September, 19.00 Uhr 

 

 

Siggen 2017 – Partizipation am europäischen Traum

Für die meisten Leute ist Europa etwas, das entweder „weit weg“ vom Alltag zu sein scheint. Oder ein beliebter Sündenbock für Populisten, wenn wieder etwas passiert, was ihnen nicht passt. Aber es gibt auch noch die Menschen, für die ein geeintes Europa eine positive Vision darstellt. Zu ihnen gehören die Jungen Menschen von der JEF. Dieser europaweite Zusammenschluss von Menschen zwischen 18 und 35 setzt sich aktiv dafür ein, dass Europa weiter zusammenwächst. Dazu leisten sie Bildungsarbeit für Jugendliche in Schulen, in Ausbildung und im Studium. Gemeinsam haben sie ein länderübergreifendes Netzwerk errichtet, in dem sich Jugendliche nicht nur austauschen können, sondern auch gemeinsame Aktionen, Treffen und Weiterbildungen organisieren.
Anfang Mai hat die JEF-Hamburg erneut zur Europa-Akademie auf dem Gut Siggen eingeladen. Für die Rund 30 Teilnehmer stand die Akademie in diesem Jahr unter dem Motto „Partizipation“. Mit zahlreichen Workshops und begleitet von einer Vielzahl Gastredner setzten sich die Teilnehmer mit Themen wie Online-Partizipation und Jugendarbeit in Grenzgebieten, aber auch regionalen Medienangeboten auseinander.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gästen aus dem Europa Jugend Büro Hamburg , die verschiedene Jugendprojekte vorstellten. Dabei sprachen auch Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern über ihre Erfahrungen, die sie in diesen Programmen gemacht haben. Viele junge Leute, gerade Schüler und Auszubildende, wissen gar nichts von über die Möglichkeiten, die ihnen offen stehen. Es gibt auch für junge Menschen aus finanziell schwachen Familien Förderungsprogramme, die jedem die Möglichkeit eröffnen, Erfahrungen im europäischen Ausland zu sammeln.
Am Samstag morgen referierte Matthias Busch vom Europäischen Zentrum für transnationale Partizipation über Jugendarbeit im polnisch-deutschen Grenzgebiet. Im Mittelpunkt standen Methoden für die Jugendarbeit, und wie transnationaler Austausch helfen kann, Vorurteile und Stereotypen zu überwinden. Klar wurde aber auch, wie sehr die Grenze in den Köpfen der Jugendlichen noch existiert, und das es noch viel Arbeit gibt, damit die Regionen „zusammenwachsen“. In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmer dann Partizipationsmöglichkeiten und -hürden in den Themenbereichen Bildung, Soziale Medien und Arbeitsmarkt.
 
Nach dem Mittagessen stellte Melissa Faust von der Universität Münster verschiedene Konzepte und Beispiele der E-Partizipation vor. In Gruppenarbeiten wurden dann Stärken und Schwächen der Konzepte erarbeitet und besprochen. Klar wurde, dass E-Partizipation zwar eine Idee mit Zukunft ist, der Erfolg aber von vielen kleinen Details, wie einer klar definierten Zielgruppe und einer übersichtlichen Website, abhängt. Der Samstag wurde dann mit dem EuroVision Song Contest beschlossen, der auch bei uns die Geister scheidet.
 
Der Sonntag begann mit dem Vortrag von Dörthe Liebetruth über den Einfluss und die Bedeutung regionaler Medien für die Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit der EU und europäischen Themen, grade im ländlichen Raum. Im Anschluss haben wir in Kleingruppen selber einen regionalen Zeitungsartikel mit EU-Bezug entworfen.
Nach dem Input des Wochenendes war klar, dass wir uns in Zukunft stärker auf lokaler Ebene einbringen wollen und die vielen unterschiedlichen Programme und Organisationen für Jugendliche besser zu vernetzen und bekannter machen wollen. In einer Ideenwerkstatt am Samstagmittag erarbeiteten wir konkrete Projekte, um diese Ziele umzusetzen. So werden wir mit neuem Elan und Konzept in die Schularbeit einsteigen.
Die JEF konnte an diesem Wochenende viele neue Impulse und Ideen sammeln. Und für jeden der Teilnehmer war der Aufenthalt in Siggen und die gemeinsam verbrachten Tage eine tolle Erfahrung.

Euroschnack Der Tag nach den US-Wahlen

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Der Schock saß tief, trotzdem haben es am Tag nach den US-Wahlen viele Interessierte ins Café Panter geschafft, um die Folgen der gerade beendeten Präsidentschaftswahlen zu diskutieren. Was bedeutet das Ergebnis für Europa und die Welt? Werden wir bald ähnliche Erfolge rechst-populistischer Parteien in Europa erleben? Stehen wir vor dem Beginn eines neuen Zeitalters der globalen Abschottung? Dies waren nur einige der Themen, die die Anwesenden bewegten. Eine immer wieder auftauchende Frage war zudem die nach möglichen Strategien im Umgang mit dem erstarkten Nationalismus. Was kann getan werden, um vermeintliche „Elitenprojekte“ wie die Europäische Union den Bürgern wieder näher zu bringen? Die Aufgabe, die uns europäischen Föderalisten bevorsteht ist keine geringe. Packen wir sie mit Zuversicht an!

Jasmin beim NDR

Nach Livia war nun am 6. Juli erneut eine Vertreterin der JEF Hamburg bei der NDR Redezeit zu Gast. Unser Vorstandsmitglied Jasmin hat gemeinsam mit Ska Keller & Prof. Dr. Timm Beichelt über den Brexit und die Wünsche der jungen Generation an die Zukunft Europas diskutiert. Hier könnt ihr das gelungene Interview nachhören oder als Podcast runterladen.

Neuer Vorstand gewählt

Seit Samstag hat die JEF Hamburg einen neuen Vorstand. Mehr Bilder und ein paar Sätze dazu, was wir neben den Wahlen und dem Fußballschauen am Samstag noch so getrieben haben, gibt es in Kürze.

v.l.n.r.: Jasmin Sarah König, Laura Frick, Daniel Kosak, Marja de Aguiar, Steffen Güttler, Livia Bremmel, Mona Schmidt, Tristan Dück, Veronika Detel & Frederik Scherler. Nicht im Bild, aber im Vorstad sind Jacob Brank und Julien Motschiedler.

v.l.n.r.: Jasmin Sarah König, Laura Frick, Daniel Kosak, Marja de Aguiar, Steffen Güttler, Livia Bremmel, Mona Schmidt, Tristan Dück, Veronika Detel & Frederik Scherler. Nicht im Bild, aber im Vorstand sind Jacob Brank und Julien Motschiedler.