Die Vereinten Nationen warten auf dich – werde Jugenddelegierte/r 2012!

14. Oktober 2011. Auch für das Jahr 2012 werden wieder zwei Jugenddelegierte gesucht, die die deutsche Delegation zur Generalversammlung der Vereinten Nationen im Oktober nach New York begleiten. Dort setzen sich die Delegierten für die Bedürfnisse junger Menschen ein und geben ihren Interessen eine Stimme. Zur Vorbereitung ihres Aufenthalts in New York gehen die Jugenddelegierten ab dem Frühjahr 2012 auf eine „Deutschlandtour“ und kommen bei Workshops und Veranstaltungen mit anderen jungen Menschen ins Gespräch. Auch werden sie mehrere Tage im Auswärtigen Amt und im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verbringen, um politische Abläufe kennen zu lernen.

Jugendliche, die sich für das Programm bewerben möchten, sollten zwischen 18 und 25 Jahre alt sein, über Erfahrungen in der Jugendarbeit verfügen und Lust haben, auch auf Englisch mit Entscheidungsträgern/-innen zu diskutieren. Ermittelt werden die Jugenddelegierten in einem Auswahlverfahren aus schriftlicher Bewerbung, einem Telefoninterview und (in letzter Runde) einem persönlichem Bewerbungsgespräch in Berlin. Bewerbungsschluss ist der 6. November.

Die Ausschreibung 2012 und weitere Informationen zum Jugenddelegiertenprogram findet ihr unter www.jugenddelegierte.de.

 

 

 

Der Sommer ruft

Die JEF-Hamburg ist in der Sommerpause! Von Anfang Juli bis Ende August bieten wir keine Veranstaltungen an. Los geht’s wieder im Spätsommer mit unserem traditionellen Grillfest, das wir rechtzeitig auf unserer Homepage und im Newsletter ankündigen. Ganz entschwunden sind wir trotzdem nicht, bei Fragen ist der JEF-Vorstand natürlich immer ansprechbar. Einen schönen Sommer wünscht euch die JEF-Hamburg!

 

Europäische Jugend protestiert gegen Kontrollen an dänischer Grenze

Gruppenbild der demonstrierenden JEF'er in Krusau.

20. Juni 2011. Am 17. Juni ließ Europas Jugend die dänische Regierung deutlich wissen, was sie von ihrer Absicht hält, demnächst wieder permanente Grenzkontrollen einzuführen: Nichts. Unter dem Motto „Zukunft ohne Grenzen“ hatte die JEF zu einer Demonstration am deutsch-dänischen Grenzübergang Kruså nahe Flensburg aufgerufen, um sich für den Erhalt der Reisefreiheit in Europa stark zu machen. Weitere Aktionen fanden in Schengen in Luxemburg sowie in Kehl an der deutsch-französischen Grenze bei Straßburg statt.

Von Hamburg aus starten knapp 20 Teilnehmer Richtung Dänemark, darunter Mitglieder der JEF- Hamburg und -Bremen sowie Vertreter der Jugendorganisationen der Parteien. In Kruså erwartete die Delegation dann eine bunt zusammengewürfelte deutsch-dänische Truppe: Mitglieder der schleswig-holsteinischen und Berliner Jugendverbände hatten sich bereits neben einer Gruppe der JEF-Dänemark postiert, schwenkten Fahnen und boten den zahlreichen Pressevertretern geradezu ein Musterbeispiel an europäischem Gemeinschaftsgeist. Insgesamt waren rund 170 Teilnehmer vor Ort, umringt von einigen Schaulustigen, die die Aktion aufmerksam verfolgten.

Hauke Petersen (Landesvorsitzender JEF-SH) zersägt den Grenzpfahl

Den Auftakt machten die Sprecher der dänischen Verbände, die ihre Regierung für ihre populistische Abwehrpolitik scharf kritisierten und ein Ende der Kleinstaaterei in Europa forderten. Nachdem auch die deutschen Redner zu Wort gekommen waren, schritten die Initiatoren zum Höhepunkt der Aktion, der symbolischen Zersägung eines Grenzpfahls, vor den Foto- und Filmkameras der zahlreich vertretenen Presse. Online-Berichte veröffentlichten später u.a. die WELT, das Hamburger Abendblatt und die Schleswig-Holsteinische Zeitung.

Nach etwa einer Stunde löste sich die Demonstration langsam auf und die Teilnehmer gingen zu einer anderen Form der Völkerverständigung über: Einträchtig steuerten Dänen und Deutsche den nah gelegenen Hot-Dog-Imbiss an, um sich vor der Heimreise mit lokalen Spezialitäten zu stärken. Gegen Abend verabschiedeten sich die Hamburger von ihren Mitstreitern aus Kopenhagen und überquerten die – hoffentlich noch lange offene – Grenze zu Deutschland. Fazit: Mit der Aktion haben Europas Jugendverbände ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt, gegen die Rückkehr der Schlagbäume in Europa, für eine „Zukunft ohne Grenzen“!

 

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Gut geschnackt: Spannende Diskussion mit Birgit Schnieber-Jastram

18. Juni 2011. Beim letzten Themenschnack am 16. Juni waren die Mitglieder der JEF-Hamburg in bester Gesellschaft: Die Hamburger Europaabgeordnete Birgit Schnieber-Jastram (CDU) beteiligte sich als Gastreferentin und gab einen spannenden Einblick in ihre parlamentarische Tätigkeit. Schnieber-Jastram, ehemals Sozialsenatorin und zweite Hamburger Bürgermeisterin, gehört dem Europaparlament seit 2009 an. In der Fraktion der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) ist die erfahrene Politikerin für Entwicklungspolitik zuständig und begleitet zudem die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Die JEF-Mitglieder nutzten deshalb die Gelegenheit und befragten Schnieber-Jastram zunächst zum Stand der europäischen Entwicklungshilfe. Die Expertin durchleuchtete die entwicklungspolitische Strategie der EU äußerst kritisch: „Indem wir zum Beispiel die Fischgründe vor Afrika leerfischen und die Märkte dort mit billigem Milchpulver überschwemmen, konterkarieren wir unsere eigenen Bemühungen um den wirtschaftlichen Fortschritt der Entwicklungsländer“, so Schnieber-Jastram. „Wir machen die Märkte kaputt und bezahlen unsere falsche Politik mit Entwicklungshilfe!“

Auch beim Thema Türkei-Beitritt bezog Schnieber-Jastram klar Stellung: „Ich sehe den Beitritt der Türkei als große Chance für die EU. Es wäre gut uns für uns, ein so dynamisches Land wie die Türkei in die EU zu holen.“ Diese Einschätzung teilten nicht alle Anwesenden, Bedenken wurden laut, ob die Türkei vor dem Hintergrund diverser Menschenrechtsverletzungen überhaupt beitrittsfähig sei. Schnieber-Jastram hielt dagegen, dass die Türkei in den letzten Jahren bereits eine beachtliche Entwicklung durchlaufen habe und der Beitritt außerdem nicht unmittelbar vor der Tür stünde, so dass der Türkei ausreichend Zeit für rechtsstaatliche Reformen bleibe. Nach den konkreten Vorteilen eines Beitritts gefragt, erläuterte die Abgeordnete ausführlich die geostrategische und wirtschaftliche Bedeutung der Türkei für Europa. Als Sicherheitsschild, Drehscheibe für die Energieversorgung und starker Wirtschaftspartner sei das Land für die EU unverzichtbar. Das wisse die Türkei übrigens auch selbst, weshalb niemand dafür die Hand ins Feuer legen könne, dass die stolze Wirtschaftsmacht den zermürbenden Verhandlungen irgendwann von sich aus ein Ende setze. „Das wäre für die Türkei ebenso traurig wie für die Europäische Union“, fasste Schnieber-Jastram zusammen.

Neben ihren beiden Arbeitsschwerpunkten brachte die Europaabgeordnete auch die Energiepolitik der EU zur Sprache, streifte aktuelle Themen wie die Eurokrise und diskutierte über die Auswirkungen der EHEC-Epidemie. Nach einer Stunde politischer Problemwälzung fand der „Schnack“ mit dem Austausch launiger Reiseanekdoten ein würdiges Ende. Eine Fortsetzung folgt hoffentlich bald – da waren sich alle Teilnehmer einig.

Protestaktion gegen dänische Grenzkontrollen am 17. Juni 2011

10. Juni 2011. Auf Initiative der Rechtspopulisten führt die dänische Minderheitsregierung bis 2013 wieder permanente Grenzkontrollen ein und hebelt damit das Schengener Abkommen im Alleingang aus. Ein Bündnis aus den Jungen Europäischen Föderalisten und den Jugendorganisationen der Parteien ruft deshalb zu einer Demonstration für offene Grenzen am 17. Juni am Grenzübergang Krusau auf. Für die Anreise von Hamburg aus stellt die JEF einen Bus bereit, die Kosten für Hin- und Rückfahrt betragen insgesamt zehn Euro und sind beim Einstieg in den Bus bar zu entrichten.

Sammelpunkt für alle Teilnehmer ist Hamburg Hauptbahnhof/Kirchenallee. Die Abfahrt erfolgt pünktlich um 13.30 Uhr, alle Teilnehmer sollten deshalb bis spätestens 13.15 Uhr vor Ort sein. In Krusau starten wir gegen 16 Uhr mit unserer Protestaktion.

Im Bus sind noch genug Plätze frei! Wir freuen uns über jede Verstärkung, meldet euch einfach bei unserem stellvertretenden Landesvorsitzenden Cord (Mail an cord.schulz@jef-hamburg.de), wenn ihr mitfahren möchtet.