Euroschnack Der Tag nach den US-Wahlen

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Der Schock saß tief, trotzdem haben es am Tag nach den US-Wahlen viele Interessierte ins Café Panter geschafft, um die Folgen der gerade beendeten Präsidentschaftswahlen zu diskutieren. Was bedeutet das Ergebnis für Europa und die Welt? Werden wir bald ähnliche Erfolge rechst-populistischer Parteien in Europa erleben? Stehen wir vor dem Beginn eines neuen Zeitalters der globalen Abschottung? Dies waren nur einige der Themen, die die Anwesenden bewegten. Eine immer wieder auftauchende Frage war zudem die nach möglichen Strategien im Umgang mit dem erstarkten Nationalismus. Was kann getan werden, um vermeintliche „Elitenprojekte“ wie die Europäische Union den Bürgern wieder näher zu bringen? Die Aufgabe, die uns europäischen Föderalisten bevorsteht ist keine geringe. Packen wir sie mit Zuversicht an!

Euroschnack Free Interrail & Bericht BuKo

Wo unsere Eltern und Großeltern noch stundenlang im Stau standen, haben wir heute freie Fahrt: Grenzkontrollen gibt es im Schengen-Raum seit 1995 nur noch stichprobenartig. Oft merken wir nur dank einer Nachricht unseres Mobilfunkanbieters, dass wir soeben das Land gewechselt haben. Doch Reisen kostet Geld – nicht jeder junge Mensch kann es sich leisten, den Kontinent zu erkunden. Die JEF fordern: Das soll sich ändern! Auf dem Bundeskongress 2015 schlug der Verband vor, allen Europäer*innen zum 18. Geburtstag ein kostenloses Interrail-Ticket zu schenken. Auch die europäische Öffentlichkeit und das Europäische Parlament diskutieren inzwischen darüber. Wir Hamburger*innen haben uns bei unserem allmonatlichen Euroschnack am 12. Oktober gefragt: Was ist dran an der Idee? Wie lässt sich das umsetzen? Wie kann die EU das finanzieren? Wird es überhaupt genutzt werden – auch von denen, die sonst vielleicht nicht reisen würden? Es wurde lebhaft diskutiert und schnell kamen wir darauf zu sprechen, ob so ein Ticket nicht tatsächlich helfen könnte, wieder mehr Menschen für Europa und die EU zu begeistern. Zudem überlegte die Runde, inwieweit Schüler- und Lehreraustäusche, Schulprojekte und Planspiele eben nicht nur in Gymnasien und an Universitäten sowie eine bessere Kommunikation von Austauschprogrammen gerade auch für Auszubildende hier helfen könnten. Auch die Idee, ähnliche Programme für Rentner*innen aufzulegen, fand großen Anklang. Konsens war: Wir brauchen ein offenes Europa und wir müssen etwas dafür tun, damit die EU-Bürger*innen es kennenlernen können!

 

Jasmin beim NDR

Nach Livia war nun am 6. Juli erneut eine Vertreterin der JEF Hamburg bei der NDR Redezeit zu Gast. Unser Vorstandsmitglied Jasmin hat gemeinsam mit Ska Keller & Prof. Dr. Timm Beichelt über den Brexit und die Wünsche der jungen Generation an die Zukunft Europas diskutiert. Hier könnt ihr das gelungene Interview nachhören oder als Podcast runterladen.

Neuer Vorstand gewählt

Seit Samstag hat die JEF Hamburg einen neuen Vorstand. Mehr Bilder und ein paar Sätze dazu, was wir neben den Wahlen und dem Fußballschauen am Samstag noch so getrieben haben, gibt es in Kürze.

v.l.n.r.: Jasmin Sarah König, Laura Frick, Daniel Kosak, Marja de Aguiar, Steffen Güttler, Livia Bremmel, Mona Schmidt, Tristan Dück, Veronika Detel & Frederik Scherler. Nicht im Bild, aber im Vorstad sind Jacob Brank und Julien Motschiedler.

v.l.n.r.: Jasmin Sarah König, Laura Frick, Daniel Kosak, Marja de Aguiar, Steffen Güttler, Livia Bremmel, Mona Schmidt, Tristan Dück, Veronika Detel & Frederik Scherler. Nicht im Bild, aber im Vorstand sind Jacob Brank und Julien Motschiedler.

Statement der JEF-Hamburg zum Referendum in GB: Don’t leave – Change it!

Wir sind traurig. Für Europa und auch für Hamburg, das schon immer eine besondere Beziehung zu Großbritannien hatte. Über 4000 überwiegend junge Briten leben, studieren und arbeiten heute in unserer Stadt. Großbritannien ist eng verflochten mit unserer norddeutschen Kultur und wir werden es als vertrauten Nachbarn in unserem gemeinsamen „Haus Europa“ schmerzlich vermissen!

Dabei können wir viele Beweggründe der Briten durchaus nachvollziehen: Sie haben mit ansehen müssen, wie die Globalisierung der Wirtschaft zur Schrumpfung ihrer Industrien geführt hat und sie spüren, wie dabei der Druck auf die Mittel- und Unterschicht und deren Zukunftsunsicherheit anwächst. Umso mehr bedauern wir es, dass die Mehrheit der Briten nun ausgerechnet die größte Errungenschaft unseres Kontinents – seine fast 60 Jahre andauernde friedliche Vereinigung – als Hauptgrund für die Symptome dieser Wirtschaftsglobalisierung ansieht.

Für uns ist ein politisch vereintes Europa keineswegs die Ursache, sondern vielmehr die Antwort auf eine einseitig internationalisierte Wirtschaft und die damit verbundenen Zugzwänge nationaler Politik. Europas Bürger können ihre Souveränität nur durch die Schaffung ebenso internationalisierte politische Institutionen bewahren – auf der Grundlage einer gemeinsam erstrittenen und demokratisch legitimierten Rechtsordnung.

Wir finden, die Briten haben Recht, wenn sie die Demokratie- und Transparenzdefizite der gegenwärtigen Europäischen Union anprangern. Aber Slogans wie „Vote leave, take control“ der Brexit-Kampagne sind falsch herum gedacht. Der Schlüssel zur Rückgewinnung von Kontrolle liegt unserer Meinung nach nicht in der Abschaffung, sondern in der weiteren Demokratisierung der Europäischen Union!

Dabei fordern wir nicht einfach ein blindes „Mehr Europa“, sondern ein anderes, ein besseres Europa! Ein Europa des Parlamentarismus, der Subsidiarität, der gemeinsamen Öffentlichkeit, der freien und gleichen Wahlen mit europaweiten Wahllisten, ein Europa der kontrollierten Exekutive und der größtmöglichen Transparenz aller seiner Institutionen! Ein vereintes und zugleich föderales Europa!

Lasst uns die Europäische Union mit all unserem Mut, unserer Kraft und Kreativität verändern, und wenn nötig auch neu erfinden – Aber lasst es uns gemeinsam tun und aus ihrem Innern heraus!

Einladung zum Landeskongress und Sommerfest

Liebe Mitglieder,

wie jedes Jahr findet diesen Sommer der Landeskongress der JEF Hamburg e.V. mit anschließendem Sommerfest statt, zu dem wir Euch ganz herzlich einladen wollen.

Unsere Versammlung beginnt am 02. Juli 2016 ab 17 Uhr im Café Paranoia auf dem  Campusgelände der Uni Hamburg (Von-Melle-Park 8, Schwarzes Gebäude am Parkplatz vor dem Abaton Kino)

Der amtierende Vorstand wird eine Bilanz des zurückliegenden Jahres ziehen und euch über vergangene Aktivitäten informieren. Als Mitglieder könnt Ihr außerdem über den neuen Landesvorstand abstimmen, oder sogar selbst dafür kandidieren. Zusätzlich werden 3  Satzungsänderungen zur Abstimmung gestellt. Dabei geht es darum, dass (1) eine Mitgliedschaft der JEF Hamburg auch eine Mitgliedschaft in der JEF Deutschland bedingt, (2) wir zukünftig zum Landeskongress per Email einladen dürfen und (3) die gegründeten Arbeitskreise auch nach Neuwahlen fortbestehen. Die Anträge können hier eingesehen werden.

FV_Satz.Änd.Antrag1_Automatische Mitgliedschaft den JEF-Deutschland FV_Satz.Änd.Antrag2_Form der Einladung zum Landeskongress FV_Satz.Änd.Antrag3_Fortbestehen aller Arbeitskreise nach Neuwahlen

Aber natürlich soll dieser Tag nicht nur von Formalien bestimmt sein: Im Anschluss an den Landeskongress wollen wir ab 19:00 Uhr gemeinsam mit euch feiern! Bei leckerem Grillgut und Getränken habt Ihr die Möglichkeit, über die Zukunft Europas zu philosophieren, Gleichgesinnte kennenzulernen oder einfach den Sommer zu genießen. Natürlich wird es auch eine Leinwand für EM-Public-Viewing geben 😉 Kommt zahlreich vorbei – wir freuen uns auf Euch!