Workshop: Esperanto – viel mehr als eine Sprache

Esperanto Logo (Quelle: commons.wikimedia.org)

Esperanto Logo (Quelle: commons.wikimedia.org)

„Unuiĝintaj en diverseco“ – Dieser Satz mag einem seltsam bekannt vorkommen. Und das, ohne jemals eine Vokabel der Sprache gelernt zu haben, in die das Europa-Motto „Einheit in Vielfalt“ hier übersetzt worden ist. Es ist die Plansprache Esperanto, mit der wir uns am 29. März näher beschäftigen durften.

Gemeinsam mit Esperanto Hamburg e.V. organisierten wir am Sonntagnachmittag einen Schnupperkurs für alle, die Esperanto ein wenig näher kennenlernen wollten. Überraschend war, wie intuitiv vor allem das Verstehen unbekannter Texte und Worte abläuft. Dies ist nicht nur der bestechenden Logik der Sprache zu verdanken, sondern auch der Tatsache, dass Esperanto auf dem Fundament vieler europäischer Sprachen entwickelt worden ist.

Unser Einblick ins Esperanto war nicht nur interessant, sondern auch erkenntnisreich. Es handelt sich um eine Sprache, die Grenzen überwinden, Gemeinschaft schaffen und dabei Vielfalt erhalten möchte. Dies ist auch Kerngedanke und Grundidee von uns, den Jungen Europäischen Föderalisten. Von dem Potenzial dieser Sprache, was die einfache und erfolgreiche Kommunikation über Barrieren hinweg angeht, konnten wir uns gestern allemal überzeugen.

Für die Zukunft planen wir einen erneuten Schnupperkurs. Weitere Informationen zum Verein Esperanto Hamburg e.V. findet ihr hier.

Spätes Neujahrsfrühstück

NeujahrsfrühstückAm 21.02. haben wir zum Neujahrsfrühstück ins Café Panther geladen und uns über zahlreiche neue und alte Gesichter gefreut! Bei leckerem Essen haben wir unsere Pläne für das nicht mehr ganz so neue Jahr 2015 vorgestellt. Die Zeit rennt ja doch immer schneller als man denkt und bald ist schon unsere Akademie auf Gut Siggen zum Thema Grenzen in Europa. Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Außerdem findet natürlich immer am zweiten Mittwoch im Monat der Euroschnack um 19 Uhr im Café Panther statt und wir möchten euch bald zu einem europäischen Kochabend einladen. Weitere Termine:
29.03.: Esperanto Schnupperkurs
06.05.: Campus Europa

 

Euroschnack Esperanto

Euroschnack am 14.01.

Euroschnack am 14.01.

Esperanto – die Weltsprache?! Beim gestrigen Euroschnack gaben uns Peggy Ley und Dominik Grauert vom Verein Esperanto Hamburg e.V. (http://www.esperanto-hamburg.de/) uns einen interessanten Einblick in eine Sprache, die 10-mal schneller zu Lernen sein soll als Englisch. Na, wenn das kein Verkaufsargument ist!

Eine genaue Zahl der Sprechenden ist leider schwer zu liefern, Schätzungen gehen von 2 bis 15 Millionen Menschen aus. Diese treffen sich beispielsweise auf Kongressen, organisieren sich – wie Peggy und Dominik – in Vereinen oder lauschen dem Esperanto-Radiosender Muzaiko (http://muzaiko.info/). Wer sich gerne mal mit der Sprache auseinandersetzen möchte, ist herzlich eingeladen beim Hamburger Verein vorbeizuschauen, der sich jeden Donnerstag in St. Georg trifft.

Eigentlich beschäftigte uns jedoch die Frage, ob Esperanto als gemeinsame europäische Sprache zur Bildung einer europäischen Identität beitragen kann. Denn es wird oft hervorgehoben, dass diese innerhalb der jetzigen EU fehlt, jedoch notwendig ist, um Unterstützung für das europäische Projekt zu sichern und ein zukunftsfähiges Institutionenkonstrukt zu schaffen. Dafür ist auch Esperanto nicht die Lösung, selbst wenn es sich im Gegensatz zur augenblicklichen lingua franca, dem Englischen, um eine „neutrale“ Sprache handelt. Denn eine Ausbreitung des Esperantos setzt ebenfalls die Bereitschaft zum Erlernen und der Anwendung einer Sprache voraus. Wenn man diesen Schritt jedoch erst einmal getan hat, so eröffnet einem diese Sprache Zugang zu Menschen weltweit, die an interkulturellem und internationalem Austausch interessiert sind.

Euroschnack „Abendländische Werte in Europa – Mehr als nur ein Weihnachtsfest?“

Zum Jahresausklang und mit Blick auf die Weihnachtsfesttage wurde beim Euroschnack im Dezember über das Thema „Abendländische Werte in Europa – Mehr als nur ein Weihnachtsfest?“ diskutiert.

An Weihnachten spielt oftmals die christliche Geschichte von der Geburt Jesus eine zentrale Rolle. Diesen Anlass haben wir genutzt und die Frage diskutiert, welche Bedeutung das abendländische Wertemodell in Europa (noch) hat. Zu diesem Gespräch hat unser Gast und Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirche Norddeutschland und Vorstandsmitglied der Stadtmission Hamburg Heinz-Joachim Blaschke aus christlicher Perspektive mit Rede und Antwort zur Seite gestanden. Einig waren sich die Gäste beispielsweise darüber, dass es in Europa einen Wertekonsens über Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte gibt.

Am Beispiel der aktuellen Flüchtlingszuströme in Hamburg erklärte Pastor Hans-Joachim Blaschke, dass christliche Werte wie die Nächstenliebe wichtiger denn je sind. Demgegenüber stand jedoch die Frage, ob Werte wie Nächstenliebe tatsächlich christlichen Ursprungs sind oder ob auch eine menschliche Vernunft dahinter stehe.
Die Teilnehmer des Euroschnacks haben mal wieder kontrovers diskutiert und spannende Beiträge zum Thema eingebracht.

Europa in Hamburg: Was macht eigentlich der Europaausschuss der Hamburger Bürgerschaft?

Europaflagge (c) Marlies Schwarzin pixelio.de

(c) Marlies Schwarzin pixelio.de

Um ein bisschen mehr über Europa in Hamburg zu erfahren, habe ich mir Anfang November eine öffentliche Sitzung des Europaausschusses der Hamburger Bürgerschaft angeschaut. Der Auschuss tagt ca. alle 14 Tage und besteht aus 13 Abgeordneten. Er ist nicht nur für die Europapolitik und die EU-Förderprogramme, sondern auch für internationale Angelegeneheiten wie die Hamburger Städtepartnerschaften und diverse Ostseekooperationen zuständig.

Wie vielfältig die zu diskutierenden Themenverteilung sind, zeigte sich auch bei der von mir besuchten Sitzung. Zu Beginn hat der italienische Botschafter Pietro Benassi die Ziele der neuen Ratspräsidentschaft seines Landes erläutert. Hierbei wurden auch Themen wie europäischen Flüchtlingspolitik oder der Stresstest der Banken teilweise kritisch diskutiert.

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Modell der geplanten Fehmarnbeltquerung (c) Staatskanzlei Schleswig-Holstein

Es folgte eine Expertenanhörung zum Thema Fehmarnbeltquerung. Die feste Fehmarnbeltquerung ist ein fast 18 Kilometer langer Absenktunnel, der ab 2015 zwischen Dänemark und der Ostseeinsel Fehmarn gebaut werden soll. Das Bauprojekt wird von Bürgerprotesten begleitet und so wurden besonders durch einenVertreter des NABU Hamburg ausführlich die wirtschaftlichen und umweltpolitischen Aspekte des Bauvorhabens diskutiert. Es war für mich bemerkenswert wie eine solches Ostseeprojekt auch durch die Fragen aus der Bürgerschaft immer wieder bis auf die kommunalpolitische Ebene heruntergeholt wurde, wenn es beispielsweise um den Verlauf der Hinterlandanbindung durch Hamburger Stadtteile ging.

Im dritten Teil der Sitzung der schlussendlich fünfstündigen Sitzung (puuh, Feierabendparlament) wurden dann über einen Antrag der Grünen zur Stärkung der Menschenrechte  im Rahmen der Städtepartnerschaft mit St. Petersburg und zwei Anträgen zur Verhinderung (Die Linke) bzw. Modifikation (Grüne) des Transatlantischen Handels- und Investititionsabkommen TTIP abgestimmt, wobei sich die SPD-Fraktion mit ihrer Ablehnung bzw. Gegenanträgen die Mehrheit erhielt.

Insgesamt war eine solche Sitzung eine tolle Möglichkeit mal zu sehen, wie europapolitisches und europäisches Geschehen bis ins Hamburger Rathaus wirkt und welche Konsequenzen es für die hanseatische Politik hat.

Die JEF Hamburg möchte alle Mitglieder einladen, am 15.1. gemeinsam eine Sitzung des Europaausschusses zu besuchen.  In der Regel gehen diese Sitzungen 1,5 bis 3 Stunden, ein Kommen und Gehen ist aber jederzeit möglich.  Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Sitzung mit einem Mitglied der Bürgerschaft auszuwerten und weitere Fragen in kleiner Runde zu diskutieren. Hierzu wird es im Dezember noch eine gesonderte Einladung geben, wenn die Tagesordnung der Sitzung feststeht. Interessierte können sich gerne unter lisa.merten(at)jef-hamburg.de melden.

Katalanischer Euroschnack

Euroschnack 12.11.2014Am 12.11. haben wir mit einem Vertreter des Vereins El Pont Blau e.V. über das katalonische katalanische Unabhängigkeitsreferendum des vergangenen Wochenendes diskutiert. 300 Jahre nach der Eroberung Barcelonas und dem Verlust der regionalen Eigenständigkeit Kataloniens war dieses Referendum für viele Katalanen ein wichtiger, wenn auch zunächst symbolischer, Schritt zurück zur Selbstbestimmung. Aus Sicht der unabhängikeitsbefürwortenden Katalanen stellt sich Madrid bei allen Bestrebungen nach mehr Autonomie quer, so dass die komplette Abspaltung Kataloniens die einzig mögliche Konsequenz ist. Diese Si-Si-Variante (Katalonien als unabhängiger Staat außerhalb Spaniens), haben am Wochenende auch die Mehrheit der Abstimmenden gewählt. Unsere – gerade auch auf dem Bundeskongress beschlossene – Stellung dazu: Wie treten für ein Europa der Regionen ein, in dem nach dem Subsidiaritätsprinzip Kompetenzen verteilt werden. Eine Rückkehr zur Kleinstaaterei hingegen lehnen wir ab.

Mehr Informationen zum katalanischen Verein in Hamburg findet ihr hier.