Euroschnack „Abendländische Werte in Europa – Mehr als nur ein Weihnachtsfest?“

Zum Jahresausklang und mit Blick auf die Weihnachtsfesttage wurde beim Euroschnack im Dezember über das Thema „Abendländische Werte in Europa – Mehr als nur ein Weihnachtsfest?“ diskutiert.

An Weihnachten spielt oftmals die christliche Geschichte von der Geburt Jesus eine zentrale Rolle. Diesen Anlass haben wir genutzt und die Frage diskutiert, welche Bedeutung das abendländische Wertemodell in Europa (noch) hat. Zu diesem Gespräch hat unser Gast und Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirche Norddeutschland und Vorstandsmitglied der Stadtmission Hamburg Heinz-Joachim Blaschke aus christlicher Perspektive mit Rede und Antwort zur Seite gestanden. Einig waren sich die Gäste beispielsweise darüber, dass es in Europa einen Wertekonsens über Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte gibt.

Am Beispiel der aktuellen Flüchtlingszuströme in Hamburg erklärte Pastor Hans-Joachim Blaschke, dass christliche Werte wie die Nächstenliebe wichtiger denn je sind. Demgegenüber stand jedoch die Frage, ob Werte wie Nächstenliebe tatsächlich christlichen Ursprungs sind oder ob auch eine menschliche Vernunft dahinter stehe.
Die Teilnehmer des Euroschnacks haben mal wieder kontrovers diskutiert und spannende Beiträge zum Thema eingebracht.

Europa in Hamburg: Was macht eigentlich der Europaausschuss der Hamburger Bürgerschaft?

Europaflagge (c) Marlies Schwarzin pixelio.de

(c) Marlies Schwarzin pixelio.de

Um ein bisschen mehr über Europa in Hamburg zu erfahren, habe ich mir Anfang November eine öffentliche Sitzung des Europaausschusses der Hamburger Bürgerschaft angeschaut. Der Auschuss tagt ca. alle 14 Tage und besteht aus 13 Abgeordneten. Er ist nicht nur für die Europapolitik und die EU-Förderprogramme, sondern auch für internationale Angelegeneheiten wie die Hamburger Städtepartnerschaften und diverse Ostseekooperationen zuständig.

Wie vielfältig die zu diskutierenden Themenverteilung sind, zeigte sich auch bei der von mir besuchten Sitzung. Zu Beginn hat der italienische Botschafter Pietro Benassi die Ziele der neuen Ratspräsidentschaft seines Landes erläutert. Hierbei wurden auch Themen wie europäischen Flüchtlingspolitik oder der Stresstest der Banken teilweise kritisch diskutiert.

fbq_Tunnelquerschnitt__blob=poster

Modell der geplanten Fehmarnbeltquerung (c) Staatskanzlei Schleswig-Holstein

Es folgte eine Expertenanhörung zum Thema Fehmarnbeltquerung. Die feste Fehmarnbeltquerung ist ein fast 18 Kilometer langer Absenktunnel, der ab 2015 zwischen Dänemark und der Ostseeinsel Fehmarn gebaut werden soll. Das Bauprojekt wird von Bürgerprotesten begleitet und so wurden besonders durch einenVertreter des NABU Hamburg ausführlich die wirtschaftlichen und umweltpolitischen Aspekte des Bauvorhabens diskutiert. Es war für mich bemerkenswert wie eine solches Ostseeprojekt auch durch die Fragen aus der Bürgerschaft immer wieder bis auf die kommunalpolitische Ebene heruntergeholt wurde, wenn es beispielsweise um den Verlauf der Hinterlandanbindung durch Hamburger Stadtteile ging.

Im dritten Teil der Sitzung der schlussendlich fünfstündigen Sitzung (puuh, Feierabendparlament) wurden dann über einen Antrag der Grünen zur Stärkung der Menschenrechte  im Rahmen der Städtepartnerschaft mit St. Petersburg und zwei Anträgen zur Verhinderung (Die Linke) bzw. Modifikation (Grüne) des Transatlantischen Handels- und Investititionsabkommen TTIP abgestimmt, wobei sich die SPD-Fraktion mit ihrer Ablehnung bzw. Gegenanträgen die Mehrheit erhielt.

Insgesamt war eine solche Sitzung eine tolle Möglichkeit mal zu sehen, wie europapolitisches und europäisches Geschehen bis ins Hamburger Rathaus wirkt und welche Konsequenzen es für die hanseatische Politik hat.

Die JEF Hamburg möchte alle Mitglieder einladen, am 15.1. gemeinsam eine Sitzung des Europaausschusses zu besuchen.  In der Regel gehen diese Sitzungen 1,5 bis 3 Stunden, ein Kommen und Gehen ist aber jederzeit möglich.  Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Sitzung mit einem Mitglied der Bürgerschaft auszuwerten und weitere Fragen in kleiner Runde zu diskutieren. Hierzu wird es im Dezember noch eine gesonderte Einladung geben, wenn die Tagesordnung der Sitzung feststeht. Interessierte können sich gerne unter lisa.merten(at)jef-hamburg.de melden.

Katalanischer Euroschnack

Euroschnack 12.11.2014Am 12.11. haben wir mit einem Vertreter des Vereins El Pont Blau e.V. über das katalonische katalanische Unabhängigkeitsreferendum des vergangenen Wochenendes diskutiert. 300 Jahre nach der Eroberung Barcelonas und dem Verlust der regionalen Eigenständigkeit Kataloniens war dieses Referendum für viele Katalanen ein wichtiger, wenn auch zunächst symbolischer, Schritt zurück zur Selbstbestimmung. Aus Sicht der unabhängikeitsbefürwortenden Katalanen stellt sich Madrid bei allen Bestrebungen nach mehr Autonomie quer, so dass die komplette Abspaltung Kataloniens die einzig mögliche Konsequenz ist. Diese Si-Si-Variante (Katalonien als unabhängiger Staat außerhalb Spaniens), haben am Wochenende auch die Mehrheit der Abstimmenden gewählt. Unsere – gerade auch auf dem Bundeskongress beschlossene – Stellung dazu: Wie treten für ein Europa der Regionen ein, in dem nach dem Subsidiaritätsprinzip Kompetenzen verteilt werden. Eine Rückkehr zur Kleinstaaterei hingegen lehnen wir ab.

Mehr Informationen zum katalanischen Verein in Hamburg findet ihr hier.

 

Klausurtagung des Vorstands

Klausurtagung 1Klausurtagung 2Anfang Oktober hat sich der immer noch relativ neue Vorstand 2 Tage lang zur Klausurtagung getroffen. Fernab von fast allem haben wir das nächste Jahr geplant, Aufgaben verteilt und uns überlegt, wie wir euch, unseren Mitgliedern, wieder mehr bieten und nach außen hin sichtbarer werden können. Gut, zu essen gab es natürlich auch. Auf dem Plan für das nächste Jahr stehen unter anderem die Gründung einer Hochschulgruppe, der Ausbau der Schularbeit und jede Menge spannende Veranstaltungen, wie beispielsweise unser Euroschnack. Dabei freuen wir uns, auf viele neue und alte Gesichter, zum Beispiel bei unserem Besuch in BallinStadt Museum am 13. Dezember, mit anschließendem Glühweinbesuch auf dem Weihnachtsmarkt.

 

Unser neuer Landesvorstand 2014/2015

Vorstand Junge Europäische Föderalisten Hamburg , JEF-HH, Landesvorstand, Lisa Merten, Johanna Küther, Julien Motschiedler

JEF-Hamburg Vorstand 2014 (v.l.n.r. Jasmin Sarah König, Tristan Dück, Anna Siede, Julien Motschiedler, Livia Bremmel, Johanna Küther, Mona Schmidt, Stephan Greve, Lisa Merten)

 

Am 31. Juli 2014 hat die Mitgliederversammlung der JEF Hamburg den Landesvorstand für das Geschäftsjahr 2014/2015 gewählt.

Landesvorsitzender ist erneut Stephan Greve, zu seinen Stellvertretern wurden Julien Che Motschiedler und Livia Bremmel gewählt. Julien bleibt damit auch Geschäftsführer der JEF Hamburg e. V.

Jasmin Sarah König, Tristan Dück, Anna Siede, Johanna Küther, Mona Schmidt und Lisa Merten ergänzen den Vorstand als Beisitzer. Hier geht es zu unseren Aufgaben und Zuständigkeiten.

Schaut doch mal beim nächsten Euroschnack vorbei, um uns persönlich kennen zu lernen.

Die Wahlanalyse der JEF: Diskussion beim Euroschnack am 3.6.

Liebe Freundinnen und Freunde der JEF-Hamburg,

wir möchten Euch für *Dienstag, den 3.6. um 19 Uhr* im Cafe Panter,
Marktstraße 3 (U2 Messehallen), herzlich zum /Wahlanalyse-Treffen/
einladen! Diese Wahl wird spannend und es geht um viel. /Wie ordnet Ihr,
wie ordnen die Jungen Europäischen Föderalisten das Ergebnis ein?/ Was
wird das für Europas Zukunft bedeuten? Wer wird
*KommissionspräsidentIn *und was wird er/sie in Europa bewegen können? Wir
sind auf Eure Meinungen schon jetzt gespannt!

Außerdem wollen wir rückblickend unsere Aktionen, bspw. das Wochenende
mit dem Erasmus Student Network und seinen 400 eingeladenen
Europäerinnen und Europäern, vorstellen und bewerten.

Und jetzt wünschen wir Euch und Europa eine erfolgreiche Wahl. Auf dass
die Wahlbeteiligung in Hamburg und Europa steigt!

Eure JEF-Hambur