Siggen 2022: Perspektivwechsel

Siggen 2022: PerspektivwechselEUROPA-AKADEMIE AUF GUT SIGGEN l Zeit für einen Perspektivwechsel: Europa- und Sicherheitspolitik aus dem Blickwinkel Mittel- und Osteuropas

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt eine politische Zäsur da. In den Tagen und Wochen nach seinem Beginn wurden viele politische Fehler eingeräumt. Gleichzeitig ist nicht zu leugnen, dass viele Stimmen aus Ost- und Mitteleuropa bereits seit Jahrzehnten vor den Gefahren einer expansiven und aggressiven russischen Politik warnen. Noch unmittelbar vor der russischen Invasion wurden Warnungen amerikanischer Geheimdienste in Deutschland als “Panikmache” und “Kriegstreiberei” diskreditiert, während am östlichen Rand der EU bereits konkrete Vorbereitungen getroffen wurden.

In unserem Seminar möchten wir dieser Divergenz der Wahrnehmungen in Europa Raum geben. Dazu soll es zunächst eine niedrigschwellige Einführung geben, in der die Teilnehmenden einen Einblick in europäische Errinnerungsnarrative bekommen. Am Samstag möchten wir uns mit Perspektiven aus dem Baltikum und aus Polen auseinandersetzen und etwas über die eingefrorenen Konflikte in den Ländern der Östlichen Partnerschaft lernen. Außerdem werden wir uns mit dem acht Jahre lang wenig beachteten Krieg im Donbas auseinandersetzen. Am Sonntag soll es um die Zukunft der Europäischen Nachbarschaftspolitik im Schatten des Kriegs in der Ukraine gehen. Anschließend möchten wir mit den Teilnehmenden konkrete politische Forderungen erarbeiten, die in die Programmatik der JEF Deutschland einfließen sollen.

Fragestellungen, die uns dabei besonders interessieren, sind beispielsweise die Folgenden: Was ist die Perspektive der Staaten am östlichen Rand der EU auf europäische Sicherheits- und Energiepolitik? Wo unterscheidet sich diese Perspektive von der Auffassung in Deutschland, die die politischen (Fehl?-) Entscheidungen der vergangenen Jahre geleitet hat? Wo müssen wir jetzt ansetzen, um eine Neuausrichtung mit ungetrübtem Blick erreichen zu können? Welche Rolle können europäische Institutionen dabei spielen? Wie können wir in einer globalisierten Welt aus verengten, nationalen Perspektiven ausbrechen? Wie können Strukturen und Mechanismen geschaffen werden, um nationale Sturheiten wie im Fall von Nord Stream 2 zukünftig verhindern zu können? Wie kann die EU dazu beitragen, eine Ausbreitung des Krieges auf weitere Länder in unmittelbarer Nachbarschaft Russlands zu verhindern? Wie kann sich die EU als international handlungsfähiger Akteur etablieren, ohne sich von ihren Grundsätzen als Friedensmacht abzuwenden?

Wir arbeiten hart an einem vielfältigen und aufschlussreichen Programm. Details und Referent*innen werden wir nach und nach auf unseren Social Media – Kanälen und veröffentlichen

INFOS

Die Akademie findet vom 24.-26. Juni 2022 statt.
Das Seminar geht von Freitagmittag bis Sonntagabend.

Wichtig: Bitte meldet Euch nur an, wenn Ihr die ganze Zeit dabei sein könnt!

Wir werden die Anreise und Abreise vom Hamburger Hauptbahnhof für Euch organisieren und die Kosten dafür übernehmen. Falls weitere Kosten für Eure Anreise entstehen, müsst Ihr diese leider selbst tragen. Das Seminar findet auf Gut Siggen in Schleswig-Holstein statt.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 20€. Darin enthalten sind die Anreise ab Hamburg Hbf sowie die luxuriöse Unterkunft und Verpflegung im Seminarzentrum Gut Siggen. (http://www.toepfer-stiftung.de/seminarzentrum-gut-siggen/)

Wir setzen die Bereitschaft aller Teilnehmenden für die Umsetzung des Hygienekonzeptes inklusive der Durchführung eines offiziellen Corona-Schnelltests voraus.

Ihr werdet in Einzelzimmern mit eigenem Bad untergebracht. Es gibt drei Mahlzeiten pro Tag und diverse Snacks. Eine vegetarische Verpflegung ist problemlos möglich. Falls Ihr euch vegan ernährt, meldet Euch bitte bei uns, wir lassen uns dann was einfallen.

Bewerbungsschluss ist Mittwoch, der  25. Mai.

Bewerbungen von Hamburgerinnen und Hamburgern werden bevorzugt berücksichtigt, ebenso die Bewerbungen von Leuten, die sich erstmalig bewerben. Eine JEF-Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung zur Teilnahme an der Europa-Akademie – aber was nicht ist, kann ja noch werden…

Bei Fragen wendet euch jederzeit an jacob.brank@gmail.com oder leslie.schuebel@gmx.de !

Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen!

Euroschnack Mai: Die Konferenz zur Zukunft Europas

In der ersten Maiwoche findet in Hamburg die Europawoche statt! Auch wir sind am 4. Mai mit unserem Euroschnack dabei. Passenderweise geht es um die Konferenz zur Zukunft Europas. Die Konferenz ist ein Projekt der EU um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen. Mehr erfahrt ihr beim Euroschnack. Wir schauen uns an, wie die Konferenz verlaufen ist und was wir von den Ergebnissen halten.

Mit dieser Werbung wurde unter anderem auf die Konferenz aufmerksam gemacht. Spricht das junge Leute an?

Wir treffen uns am 4. Mai um 19 Uhr im Café May Eimsbüttel. Der Euroschnack ist ein niedrigschwelliges Format, bei dem wir in lockerer Runde zu verschiedenen Themen diskutieren. Das erste Getränk geht außerdem auf uns! Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr uns gerne unter info@jef-hamburg.de erreichen.

Dieser Euroschnack ist außerdem Teil von Next Chapter Europe.

Europa verankern!

Unser Hamburg: Tief verankert in Europa und der Welt – und das bereits seit Jahrhunderten. Ob Kultur und Geschichte, Wirtschaft und Infrastruktur oder Politik und Gesellschaft, Europa ist gelebte und erfahrbare Realität in Hamburg. Und das jeden Tag!

Zeit, dass Europa seinen Weg in unsere Landesverfassung findet! Deswegen fordern wir #EuropaVerankern.
 

Ein klares Bekenntnis zur friedlichen europäischen Einigung und einer stärkeren europäischen Integration in der Präamble der Landesverfassung Hamburg ist ein starkes Symbol in Zeiten, in denen kriegerische Konflikte, Renationalisierungsbestrebungen und Angriffe auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit unseren Kontinent erschüttern. 

Warum? 

Einerseits sind da die ganz offensichtlichen Dinge, die uns die Bedeutung Hamburgs für Europa und Europas für Hamburg tagtäglich vor Augen führen. Dazu gehört der Hafen mit seiner traditionsreichen Geschichte als bedeutender Umschlagsplatz für Europa zwischen Nord- und Ostsee. Ebenso ist Hamburg aufgrund seiner geographischen Lage Verkehrsknotenpunkt Richtung Nordeuropa. Ob mit dem Zug nach Kopenhagen oder mit dem Fernbus ins Baltikum – Hamburg verbindet.

  • Etwa zwei von drei Hamburger:innen fühlen sich als EU-Bürger:innen.
  • Fast drei von vier Hamburger:innen finden es mindestens „eher wichtig“, dass die Hamburger Landesverfassung einen Bezug zu Europa aufweist.
  • Rund vier von fünf Hamburger:innen meinen, dass die EU wichtig für Hamburg ist.

Spuren Europas lassen sich auch bei einem Stadtspaziergang an zahlreichen Orten entdecken: Da ist das europäische Kulturerbe Portugiesenviertel, der dänische Klassizismus der Elbvororte, die Franzosenbrücke in Billstedt oder die Englische Kirche am Zeughausmarkt. Und nicht zuletzt weht die Europa-Flagge mit den zwölf gelben Sternen auf blauem Grund vor dem Rathaus.

Andererseits verkörpert Hamburg ein gelebtes Europa auch bei den eher unsichtbaren Dingen des Alltags:

  • Wer weiß schon, dass alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union ein Konsulat in Hamburg haben?
  • Wer hätte gedacht, dass 350.000 Menschen aus über 47 europäischen Ländern zwischen Blankenese und Billstedt und Harburg und Poppenbüttel wohnen?
  • Wer weiß schon, dass viele, innovative Projekte für Klimaschutz, Forschung und Entwicklung jedes Jahr aus EU-Fördergeldern unterstützt werden?

Quelle der statistischen Daten: Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Appinio (durchgeführt am 20. April 2022, https://www.appinio.com/de/)

Mehr zu Europa in Hamburg und Hamburg in Europa gibt’s jetzt auch während der Europawoche vom 29. April bis 9. Mai 2022.

Euroschnack April – Europäische Eliten mit Prof. Kerstin Poehls am 20.04.

In vielen Debatten ist von „Europäischen Eliten“ die Rede. Doch gibt es die eigentlich? Wo kommen diese Eliten her und ist das eigentlich ein Problem? Dazu sprechen wir mit Prof. Dr. Kerstin Poehls, die uns aus ihrer aktuellen Forschung berichtet. Wir treffen uns am 20. April um 19 Uhr im Café May Eimsbüttel, Lappenbergsallee 30.

Strasbourg-Summit vom 6.-8. Mai – jetzt bewerben bis Donnerstag!

Am ersten Mai-Wochenende findet in Straßburg der Strasbourg-Summit statt. Dort kommen zivilgesellschaftliche Organisationen aus ganz Europa zusammen und demonstrieren für ein besseres Europa. Die Forderungen der Bürgerinnen und Bürger aus der Zukunftskonferenz müssen jetzt ernst genommen werden!

Wir nehmen vom 6.-8.Mai ebenfalls mit einer Delegation teil! Wenn ihr Lust auf ein Wochenende in Straßburg habt und Menschen aus ganz Europa kennenlernen wollt, schreibt uns bis zum 7. April (Donnerstag) um 24 Uhr unter info@jef-hamburg.de oder über Instagram! Die Kosten der Unterkunft übernehmen wir, die Anreise (vermutlich etwa 60-70€ mit der Bahn) müsst ihr selbst bezahlen. Teilnahmekosten fallen ansonsten nicht an. Wenn ihr noch Fragen habt, erreicht ihr uns ebenfalls per E-Mail oder Instagram. Wir freuen uns auf euch.

Euroschnack März: Der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine

Die Reaktion der EU

Auf unserem nächsten Euroschnack wollen wir uns mit der Situation in der Ukraine auseinandersetzen. Wie sollte die EU auf den Angriffskrieg Russlands reagieren? Wie können wir die Menschen in der Ukraine unterstützen? Das wollen wir mit euch besprechen und zwar am Mittwoch, den 16. März um 19 Uhr im Café May in Eimsbüttel. Um einen Tisch zu reservieren bitten wir um eine Anmeldung unter info@jef-hamburg.de oder über Instagram, ihr könnt aber auch spontan vorbeischauen.